FTP-Verzeichnisse in den Windows-Arbeitsplatz einbinden

In einem Windows-Netzwerk kann man Netzwerkpfade als Netzlaufwerke einbinden, um schnell Zugriff darauf zu bekommen, ohne zuerst das Netzlaufwerk durchsuchen zu müssen. Netzlaufwerke werden bei der Benutzeranmeldung automatisch verbunden und als Objekt im Arbeitsplatz angezeigt. Mit dem Windows-Bordmittel zum Verbinden von Netzlaufwerken lassen sich auch FTP-Pfade einbinden.

Klicken Sie im Windows-Explorer auf Extras und "Netzlaufwerk zuordnen".

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klicken Sie im erscheinenden Fenster au "Verbindung mit einer Website herstellen…".

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Es öffnet sich ein weiteres Fenster. Falls Sie in diesem mehrere Optionen haben, wählen Sie "Eine benutzerdefinierte Netzwerkressource auswählen" und klicken Sie auf "Weiter". Jetzt können Sie die FTP-Adresse angeben:

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Klicken Sie wieder au f "Weiter". Anschließend können Sie einen Benutzername angeben. Normalerweise ist für FTP-Zugänge immer eine Anmeldung erforderlich. Wenn das bei Ihrem Webspace der Fall ist, entfernen Sie den Haken bei "Anonym anmelden" und tragen Sie einen Anmeldename ein.

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Das Kennwort für den Zugriff können Sie beim ersten Öffnen des eingebundenen FTP-Ordners angeben und speichern. Geben Sie zum Abschluss noch einen Name für den eingebundenen Ordner ein, mit dem er im Arbeitsplatz (unter Windows Vista: Computer) angezeigt werden soll.

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Backups auf einem Dateiserver ablegen und verschlüsseln

Um sich vor einem Datenverlust zu schützen, möchten Sie Ihre Daten getrennt von Ihrem Computer sichern. Die komfortabelste Möglichkeit dazu bietet ein anderer Computer im lokalen Netzwerk, ein Netzwerkserver, der eigens dafür verwendet wird, Dateien zu hosten und für das Netzwerk bereitzustellen. Hier erfahren Sie, wie Sie auf einem Server ein Verzeichnis so einrichten können, dass es für Sie ohne weitere Anmeldung zugänglich und für andere Benutzer gesperrt ist.

Voraussetzungen

Es wird davon ausgegangen, dass der Server mit Windows (bevorzugt Server-Ausgabe) betrieben wird.

Vorbereitungen

Auf dem Server wird das Verzeichnis angelegt, in dem Sie später Ihre Daten ablegen möchten.

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Wenn Sie den Server unter einem speziellen Server-Betriebssystem (Server-Versionen von Windows NT, 2000, 2003, 2008) betreiben, müssen Sie sicherstellen, dass die Benutzergruppe Jeder wenigstens Schreibrecht auf dem Verzeichnis hat, damit Sie es später von Ihrem Computer aus verschlüsseln können. Sie können übrigens ein benutzerlimit festlegen, das verhindert, dass mehrere Benutzer auf Ihren Ordner zugreifen. Da der Ordner später aber verschlüsselt wird, ist das nicht so wichtig.

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Wenn Sie jetzt von Ihrem Computer auf den Server zugreifen, können Sie das neue Verzeichnis sehen. Sie sollten probeweise versuchen, Dateien hier abzulegen, um sicherzustellen, dass Sie Schreibrechte haben. Erstellen Sie dann einen Unterordner, in dem Ihre Dateien abgelegt werden, zum Beispiel mit dem Name Eigene Dateien.

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Damit das Backup später automatisch erstellt und erneuert werden kann, muss das Backup-Verzeichnis als Laufwerk auf Ihrem Computer eingebunden werden. Sie können die Funktion Netzlaufwerk verbinden/zuordnen verwenden, um dies zu konfigurieren.

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(Während Sie das Netzwerk durchsuchen, kann es zu Wartezeiten kommen.)

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Im Arbeitsplatz wird jetzt das Netzwerklaufwerk angezeigt:

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Einen Ordner verschlüsseln

Wenn das bis dahin geklappt hat, kann es mit der Verschlüsselung losgehen. Laden Sie sich dazu das Programm Folder Access herunter und installieren Sie es. Nach einem Neustart von Windows kann es weitergehen. Geben Sie jetzt das Kennwort ein, dass Sie mit Folder Access nutzen möchten. Jedes Mal, wenn Folder Access gestartet wird, müssen Sie dieses Kennwort angeben. Aufgrund der starken Verschlüsselung ist es auch nicht möglich, verschlüsselte Daten wiederherzustellen, merken Sie sich das Kennwort deshalb gut.

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Klicken Sie auf Add, um einen Ordner der Verwaltung von Folder Access hinzuzufügen.

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Damit das Suchen im Netzwerk nicht zu lange dauert, können Sie jetzt auch auf das Netzlaufwerk zugreifen, das bereits verbunden ist. Wählen Sie hier den Unterordner des freigegebenen Verzeichnisses auf, im Beispiel ist das der Ordner Eigene Dateien.

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Danach zeigt Folder Access den Ordner in der Liste an; rechts wird als Status „locked“ (gesperrt) angezeigt; wenn „unlocked“ angezeigt wird, ist der Ordner unverschlüsselt.

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Wenn Sie jetzt versuchen, den Ordner am Server oder von einem anderen Computer zu öffnen, wird das Symbol der Systemsteuerung angezeigt, die nach einem Doppelklick auch geöffnet wird. Folder Access leitet die Anfrage einfach an die Systemsteuerung weiter und der Ordner kann nicht geöffnet werden.

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Backups erstellen

Solange Folder Access aber auf Ihrem Computer läuft, sorgt der Dienst LckFolderService dafür, dass das Verzeichnis für Sie zugänglich ist. Sie können jetzt Daten in diesem freigeschalteten Verzeichnis speichern, ohne dass andere Benutzer darauf Zugriff haben.

073-12Tipp: Mit dem SyncToy können Sie Backups automatisch erstellen lassen und sogar dafür sorgen, dass immer die aktuellsten Dateiversionen auf dem Netzlaufwerk gesichert werden. Wie Sie das SyncToy verwenden, erfahren Sie in “Ordner mit Microsoft SyncToy synchronisieren”.

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