Ressourcen für das Internet freigeben

Programme und Dienste, die normalerweise nur im lokalen Netzwerk erreichbar sind, lassen sich in der Regel auch über das Internet verfügbar machen. So können Sie zum Beispiel Webserver, FTP-Server oder sogar Spieleserver auf einem normalen PC laufen lassen und im Internet sichbar machen.

Ports nach außen hin freigeben

Voraussetzung für solche Vorhaben ist ein Router, der Portweiterleitung unterstützt. Über die Portweiterleitung kann der Router Anfragen von außerhalb, die über ein bestimmtes Port gehen, an einen bestimmten Computer im lokalen Netzwerk weiterreichen. Im Beispiel soll ein Webserver eingerichtet werden. Der Router ist hier eine Fritz!Box, jeder andere moderne Router bringt aber vergleichbare Funktionen mit. Rufen Sie das Webinterface des Router auf und suchen Sie hier die Einstellungsseite zur Portweiterleitung.

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Bei der Fritz!Box finden Sie die unter „Einstellungen“, „Internet“, „Portfreigabe“. Erstellen Sie hier eine neue Portfreigabe. Damit die Portweiterleitung funktioniert, müssen Sie mindestens das Eingangs- und Ausgangsport, die IP-Adresse des lokalen Computers und das richtige Protokoll auswählen.

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Im Beispiel hat der Computer, der die Website bereitstellt, die IP-Adresse 192.168.178.26. Websites, die über das Hypertext Transfer Protocol abgerufen werden, werden über Port 80 gesendet, deshalb muss hier jeweils Port 80 angegeben werden.

Über das Internet auf Ressourcen zugreifen

Sobald die Portfreigabe abgeschlossen wurde, sollte der Webserver über das Internet erreichbar sein. Sie müssen die Website auf dem Webserver jetzt über die IP-Adresse des Routers aufrufen können.

Falls Sie nach dem Beispiel vorgegangen sind, müssten Sie Ihre Website jetzt über eine Adresse der Form http://123.456.789.123/ aufrufen können.

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Noch mehr Freigaben

Wie oben schon erwähnt sind Portfreigaben nicht auf Webserver beschränkt. Ebenso lässt sich unter Angabe des UDP-Protokolls beispielsweise ein Half-Life Dedicated Server im Internet bereitstellen:

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Über den Steam-Client wird der Server sichtbar. Falls Sie Ihren eigenen Server nicht selbst finden, können Sie ihn auch mit der aktuellen IP-Adresse manuell aufrufen.

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Freigegebene Ordner im Netzwerk verstecken

Um Dateien unkompliziert nur bestimmten Benutzern oder für sich selbst bereitzustellen, kann man die Freigaben im Netzwerk “verstecken” und hat keinen Aufwand mit Berechtigungen. Dann können nur noch Benutzer auf den Ordner zugreifen, wenn sie dessen Name kennen. Im Beispiel soll der Ordner der Intranteseite eines Netzwekservers versteckt werden, sodass man als Administrator dennoch die Möglichkeit hat, die Seite von einem anderen Computer aus zu bearbeiten.

Das Verstecken auf die hier beschriebene Weise ist nur bei Arbeitsstationen mit Windows wirksam und bietet keinen Schutz gegen unbefugte Benutzung durch jemanden, der Pfade errät oder ein alternatives Betriebssystem einsetzt und die Pfade einsehen kann.

Freigegebene Ordner verstecken

Rufen Sie am Dateiserver die Freigabefunktion für den Zielordner aus. Im Beispiel ist das der Ordner für Website-Dokumente unter IIS, wwwroot. Der angezeigte Freigabename wird so geändert, dass er am Ende ein Dollarzeichen ($) hat. wwwroot ist ein Standardordner, deshalb sollte der Name abgeändert werden, um die Wahrscheinlichkeit, dass der Pfad erraten wird, zu verringern.

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Da im Beispiel eine besonders hohe Priorität der Sicherheit gilt, wird die Anzahl der maximal zulässigen Benutzer auf 1 gesetzt. Solange der Ordner also von einem anderen Computer aus geöffnet ist, können andere Benutzer gar nicht darauf zugreifen.

Am Netzwerkcomputer muss der Ordner jetzt mit deinem Freigabename aufgerufen werden, da er ja, wie beabsichtigt, nicht mehr angezeigt wird. Dazu gibt man unter Windows im Explorer von zwei umgekehrten Schrägstrichen \ gefolgt den Name des Zielcomputers, dann nach einem weiteren umgekehrten Schrägstrich \ den Freigabename inklusive des Dollarzeichens $ ein, hier also: \netserver indemichdoch-wwwroot$. Und dann erscheint der Ordner:

 

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