Windows Vista/7 auf einer S-ATA-Festplatte oder einem RAID-Verbund installieren

Die Installationsroutine von Windows Vista oder Windows 7 meldet nach dem Start, dass kein Zieldatenträger gefunden wurde, obwohl die Festplatte korrekt angeschlossen oder ein RAID-Verbund nach Anleitung eingerichtet wurde.

Die Ursache liegt nicht in einer Fehlkonfiguration sondern daran, dass Windows die nötigen Treiber für den Festplattencontroller oder den Verbund nicht kennt.

Vorbereitungen

Besorgen Sie sich als Erstes ein Packprogramm, mit dem Sie Archive öffnen können. Empfehlenswert ist hierbei 7-Zip. Installieren Sie das Programm, bevor Sie fortfahren. Besuchen Sie jetzt die Website Ihres Mainboardherstellers. In dieser Anleitung dient ein Controllertreiber von nVidia als Beispiel. Wenn Sie nicht wissen, welches Mainboard Sie haben, kann Ihnen das Programm Everest behilflich sein.

Treiber organisieren

In diesem Beispiel wird der SATA-Treiber für ein Mainboard mit Nvidia-Chipsatz gesucht. Auf der Supportwebsite von Nvidia müssen Sie die Plattform wählen, unter der der RAID- oder S-ATA-Controller betrieben werden soll. Falls Sie Ihr Mainboard nicht finden, wählen Sie zuerst “Legacy”, um Pakete für ältere Produkte zu suchen.

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  • Im Beispiel suchen wir den Treiber für ein Mainboard mit nForce 410 Northbridge, diese Daten können Sie auch wieder mit Everest auslesen. Klicken Sie nach der Auswahl auf Weiter, um das Treiberpaket herunterzuladen.

    Wenn Sie ein angepasstes Treiberpaket für die Installation eines RAID- oder S-ATA-Controllers bekommen, können Sie es auf einem USB-Stick speichern oder auf CD brennen und dann mit dem letzten Schritt fortfahren.

 

  • Falls Sie aber ein komplettes Paket für den ganzen Chipsatz bekommen haben, müssen Sie darin den benötigten Treiber suchen. Sie können das Paket mit 7Zip entpacken. 083-2

    Im Beispiel befinden sich die benötigten Treiber im Unterordner IDE\WinVista64. Die Ordnerpfade sind fast immer mit “SATA”, “IDE” oder “RAID” bezeichnet. Denken Sie daran, dass Sie spezielle 64-Bit-Treiber benötigen werden, wenn Sie beabsichtigen, eine 64-Bit-Version von Windows zu installieren.

    Kopieren Sie die Treiber auf einen USB-Stick oder brennen Sie sie auf eine CD.

Die Treiber einbinden

Starten Sie das Windows-Setup erneut und warten Sie ab, bis das Programm geladen wurde. Nach der Eingabe des CD-Keys sehen Sie eine Liste der gefundenen Festplatten. Verbinden Sie den USB-Stick oder die Speicherkarte mit dem Computer und klicken Sie auf Treiber laden.

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Wenn Sie an diesem Fenster angelangt sind, legen Sie Ihre CD ein oder schließen Sie den USB-Stick an. Klicken Sie auf “Treiber laden”. Es öffnet sich ein kleines Explorer-Fenster, in dem Sie nach den Treibern suchen können. Sie können alle Treiber auswählen. Wenn sie inkompatibel sind, sortiert Setup sie selbstständig aus.

Windows 2000, Windows XP, Windows XP x64 auf einem SATA-RAID-Verbund installieren

Windows 2000, Windows XP und Windows XP x64 kennen von sich aus noch keine SATA-RAID-Treiber. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Installations-CD erstellen, mit der sich Windows auch auf einem RAID-Verbund installieren lässt.

Einstellungen vornehmen und Pakete vorbereiten

Zunächst muss der RAID-Verbund angelegt worden sein. Nach dem Einschalten des Computers müssen Sie im BIOS den RAID-Controller aktivieren und in den Controllereinstellungen den RAID-Verbund einrichten. Wie das genau geht, ist im Handbuch zum Mainboard oder auf der Herstellerwebsite erklärt.

Besorgen Sie sich als Erstes ein Packprogramm, mit dem Sie Archive öffnen können. Empfehlenswert ist hierbei 7-Zip. Installieren Sie das Programm, bevor Sie fortfahren. Besuchen Sie jetzt die Website Ihres Mainboardherstellers. In dieser Anleitung dient ein Chipsatztreiber von Nvidia als Beispiel. Wenn Sie nicht wissen, was für ein Mainboard Sie haben, kann Ihnen das Programm Lavalys Everest behilflich sein. Auf der Website von Nvidia befinden sich unten ein drei Kästen, in denen Sie den zu Ihrem Mainboard und Betriebssystem passenden Treiber auswählen müssen. Beachten Sie, dass sie einen 64 Bit-Treiber verwenden müssen, wenn Sie Windows XP x64 installieren möchten. 32 Bit-Treiber funktionieren mit diesem Betriebssystem nämlich nicht.

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Im Beispiel suchen wir den Treiber für ein Mainboard mit nForce 410-Northbridge, diese Daten können Sie auch wieder mit Everest auslesen. Klicken Sie nach der Auswahl auf Weiter, um das Treiberpaket herunterzuladen. Wenn der Download beendet ist, können Sie die in dem heruntergeladenen Archiv enthaltenen Dateien mit dem Packprogramm entpacken.

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Wenn Sie zusätzliche Programme oder Treiber in ihre Windows-CD einbinden möchten, sollten Sie diese jetzt herunterladen. Treiberarchive können wie oben beschrieben entpackt werden, die Setupdateien für Programme werden nicht geöffnet.

ISO-Builder verwenden

Laden Sie jetzt den XP-ISO-Builder von der Website winfuture.de/xpisobuilder herunter und installieren Sie das Programm.

Legen Sie Ihre Windows-CD ein und starten Sie den XP-ISO-Builder. Geben Sie zuerst an, wo sich die Windows-CD befindet und legen Sie danach fest, in welchen Ordner die Daten von der CD kopiert werden sollen.

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Mit Klick auf Weiter oben im Programmfenster gelangen Sie zur nächsten Station. In der dritten Station können Sie eine unbeaufsichtigte Installation konfigurieren, Sie müssen beim Windows-Setup dann zum Beispiel nicht mehr den CD-Key und die Regionaleinstellungen vornehmen. Arbeiten Sie sich bis zur Station 5 nach Belieben durch. Sie müssen diese Einstellungen nicht vornehmen, sie sind rein optional.

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Gerätetreiber einbinden

In den Station 6 werden die Controller-Treiber eingebunden. Diese befinden sich bei unserem Beispiel mit den Nvidia-Treibern im Unterordner IDE. Klicken Sie im ISO-Builder unten auf Hinzufügen und durchsuchen Sie den Ordner mit den extrahierten Dateien.

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Um sicherzugehen, dass nichts fehlt, fügen Sie am besten alle Treiber hinzu, die Sie aus dem Archiv extrahieren konnten. Da sowohl die Ordner MCP51 und MCP61 vorhanden sind, wurden im Beispiel gleich vier Treiber gefunden.

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Mit den Controller-Treibern sollte Windows-Setup, würde man jetzt schon die CD erstellen, die Festplatten finden und verwenden können. In Station 7 bietet der XP-ISO-Builder aber noch die Möglichkeit, weitere Gerätetreiber einzubinden. Sie können die Treiberdateien genau wie die Controllertreiber über Hinzufügen und mit der Durchsuchen-Funktion der Liste hinzufügen. Bei uns hat sich dabei die folgende Liste ergeben:

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Auf diese Weise sollten auch die restlichen aus dem Archiv extrahierten Treiber eingebunden werden. Das Ergebnis könnte dann so aussehen:

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Anschließend können ein aktuelles Service Pack, Updates und Patches hinzugefügt werden. Die Downloads finden Sie auf der Website von Microsoft über die Suche oder den Bereich „Windows-Produktfamilie“

In Station 9 können Sie Anwendungen hinzufügen, die nach der Windows-Installation installiert werden können. Wir haben in die Liste neben einem Email-Programm das .Net Framework 2 und 3 sowie die aktuellsten Versionen des Internet Explorers, des Windows Defenders und des Media Players aufgenommen.

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Das fertige Image auf CD brennen

Fahren Sie fort, bis Sie zu Station 11 gelangt sind und klicken Sie auf Integration starten, um eine ISO-Datei zu erstellen. Sobald die Datei WIN.ISO erstellt wurde, können Sie sie das Image mit DeepBurner auf CD brennen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Jetzt können Sie mit der Installation von Windows beginnen. Eine Installationsanleitung dazu finden Sie im KB-Artikel 043.

Hardware des Computers überprüfen

Hin und wieder sollten Sie die Hardware Ihres Computers gewissen Routineprüfungen unterziehen, um die Funktionalität aller Komponenten sicherzustellen. Dazu gehören Überprüfungen des Arbeitsspeichers und der Festplatten, sowie eine allgemeine Temperaturkontrolle, um sicherzugehen, dass der Computer nicht unter Überhitzung leidet.

Defekte Geräte ermitteln

Wenn sich ein Computer im laufenden Betrieb aufhängt oder unerwartet neu startet, ist das kein Fehler des Betriebssystems, sondern der Hardware. Oft sind einzelne Geräte an derartigen Problemen schuld. Defekte Netzwerk-, Sound- oder andere Einbaukarten können damit ein komplettes System in die Knie zwingen, wenn versucht wird, darauf zuzugreifen.

Unverträglichkeiten zwischen Grafikkarten und PCI-Express- oder AGP-Schnittstellen können eben solche Probleme verursachen. Da PCI-Schnittstellen inzwischen von jedem Mainboard nativ unterstützt werden, sollten Sie zur Fehleranalyse zum Beispiel die Grafikkarte durch eine PCI-Grafikkarte ersetzen, andere Gerätetypen müssen möglicherweise ganz entfernt werden, um Probleme zu beheben.

Ein zu schwaches oder beschädigtes Netzteil kann verursachen, dass der Computer schon kurz nach dem Start wieder aus geht oder versucht, neu zu starten. In anderen Fällen geht der Computer aus, sobald die Grafische Oberfläche oder Spiele in 3D-Grafik geladen werden. Hier kann durch einfaches Austauschen herausgefunden werden, ob das Problem durch ein stärkeres Netzteil behoben wird.

S.M.A.R.T.-Status von Festplatten auslesen

SeaTools gilt als eines der zuverlässigsten Programme wenn es darum geht, Festplatten auf ihre Funktionalität zu überprüfen. Bei Festplatten ist S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) schon seit einigen Jahren zum Standard geworden. Diese eingebaute Funktion macht es möglich, Unregelmäßigkeiten im Betrieb zu protokollieren und Defekte können somit frühzeitig erkannt werden. SeaTools überprüft außer de Laufwerkselektronik die Festplattencontroller, also wie stabil die Kommunikation zwischen Computer und Laufwerk funktioniert und auch die Datenträgeroberfläche. Werden dabei Fehler festgestellt, gibt SeaTools dies am Ende der Überprüfung bekannt. Es wird empfohlen, SeaTools Desktop von Diskette oder CD zu verwenden, weil dieses Programm ohne Gastbetriebssystem läuft und die Festplatte dann nicht im Hintergrund arbeiten muss, während sie geprüft wird.

Wenn Sie nur den S.M.A.R.T.-Status abfragen möchten, können Sie zum Beispiel auch SpeedFan von Almico verwenden. Solange sich alle Werte im grünen Bereich befinden, müssen Sie keine Bedenken haben.

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Dateisystem überprüfen

SeaTools sucht nach Dateisystemfehlern, kann diese aber nicht korrigieren. Dies wird mit dem Windows-eigenen Programm Checkdisk (oder bis Windows ME: Scandisk) möglich. Wie Sie Checkdisk ausführen, erfahren Sie im Artikel “Dateisystem mit Checkdisk überprüfen. Wenn Windows aufgrund von Dateisystemfehlern häufig abstürzt, sollten Sie die Überprüfung im Abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung durchführen. Checkdisk wird dann wie unter DOS aus der Konsole heraus gestartet.

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Arbeitsspeicher mit Memtest86 prüfen

Häufige Abstürze können entweder auf eine Überhitzung von Komponenten oder einen Defekt des Arbeitsspeichers zurückzuführen sein. Den Arbeitsspeicher (RAM) können Sie mit Memtest86 überprüfen. Das Programm läuft wie SeaTools Desktop ohne Gastbetriebssystem von Diskette oder CD. Während des Test wird der Arbeitsspeicher in zufälligen Pattern beschrieben und ausgelesen. Stimmt das ausgelesene Ergebnis nicht mit den geschriebenen Daten überein, so meldet Memtest86 einen Fehler. Eine Ausführliche Anleitung, wie Sie Memtest86 verwenden können, finden Sie im Artikel “Arbeitsspeicher mithilfe von Memtest86 überprüfen”.

Temperaturen überprüfen

Die Normaltemperatur im Computer beläuft sich in der Regel zwischen 30 – 45°C, bei Notebooks können es bis zu 50°C sein, weil die Geräte dichter aneinander liegen. Grafikkarten können beim Spielen grafiklastiger Spiele 70 bis 100°C heiß werden, kommen mit den hohen Temperaturen aber besser zurecht, als beispielsweise die CPU.

Mit dem Hardware-Diagnoseprogramm Everest von Lavalys können Sie unter Computer, Sensoren die Temperaturen anzeigen lassen.

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Mit etwas geringerem Aufwand, aber dafür nicht so übersichtlich kann das auch SpeedFan.

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Zeigt SpeedFan hinter einer Temperatur einen roten Pfeil oder gar eine Flamme, bedeutet dies: Warnung! Stellen Sie dann sicher, dass alle Lüfter ordnungsgemäß arbeiten und reinigen Sie diese gegebenenfalls. Verlegen Sie Kabel im Computer so, dass Lüfter und Kühler nicht abgedeckt werden.

Überprüfungen dieser Art sollten bei intensivem Gebrauch des Computers regelmäßig, zum Beispiel alle 8 Wochen durchgeführt werden, auch wenn sie teilweise viel Zeit in Anspruch nehmen können.

Problematische BIOS-Einstellungen aufheben

Einige Mainboards bieten Funktionen an, um den Prozessor-Cache zu erhöhen, indem ein bestimmter Bereich des Arbeitsspeichers dafür reserviert wird. In einfachen Fällen kann diese als Extended CPU Cache bezeichnete Einstellung die Installation eines Betriebssystems verhindern; in schweren Fällen lässt sich ein Betriebssystem gar nicht erst starten. Unter anderem das BIOS-Shadowing, das bei jedem Start eine Sicherungskopie des CMOS erstellt, kann in Ausnahmefällen für Abstürze des Betriebssystems verantwortlich sein.

Über das BIOS lassen sich bei Mainboards mit Onboardgeräten wie Sound-, Netzwerk- oder Grafikkarten diese in der Rubrik Onboard Devices abschalten. Über IDE Configuration können Laufwerkscontroller ein- oder ausgeschaltet werden. Falsch angeschlossene Laufwerke können verursachen, dass ein Computer mehr Zeit zum Starten braucht und alle an den selben Kanal oder Controller angeschlossene Laufwerke nicht funktionieren.