Bootsektoren und Startdateien wiederherstellen

Wenn Windows nicht mehr startet, obwohl zum Beispiel unter Live-Linux erkennbar ist, dass die Windows-Dateien noch vorhanden sind, wurden höchstwahrscheinlich die Bootdateien gelöscht oder die Bootsektoren beschädigt. Der Computer kann nicht mehr von der Festplatte booten und fordert dazu auf, einen bootfähigen Datenträger einzulegen.

Vorbereitungen

Um das Problem zu beheben, können Sie die Reparaturkonsole von Windows verwenden. Diese muss allerdings als eigenständiges Betriebessystem gestartet werden, weshalb Sie dazu die Windows-CD verwenden müssen. Damit der Computer von der Windows-CD startet, muss im BIOS das CD/DVD-Laufwerk als Startlaufwerk festgelegt sein. Wie das funktioniert, erfahren Sie im Artikel „Startlaufwerk im BIOS festlegen“. Starten Sie den Computer neu und legen Sie die CD ein. Auf dem Bildschirm erscheint jetzt, wenn ein Betriebssystem erkannt wurde, die Meldung. Es ist aber auch möglich, dass Windows gar nicht mehr erkannt und das Setup-Programm direkt aufgerufen wird.

Drücken Sie eine beliebige Taste, um von der CD zu starten… _

Gehen Sie der Aufforderung nach und warten Sie ab, bis das Setup-Programm vollständig geladen wurde. Es wird dann dieser Bildschirm angezeigt:

085-1

Drücken Sie jetzt die Taste [R], um die Reparaturkonsole aufzurufen. Nach einer weiteren Wartezeit wird ein Subsystem geladen, das an DOS erinnert. Jetzt muss die Windows-Installation angegeben, unter der Sie sich anmelden wollen. In der Regel ist das die Installation 1, geben Sie also 1 ein und drücken Sie die Eingabetaste.

Microsoft Windows XP(TM)-Wiederherstellungskonsole
Die Wiederherstellungskonsole bietet Reparatur- und Wiederherstellungs-
funktionen.
Geben Sie exit ein, um die Wiederherstellungskonsole zu beenden und den
Computer neu zu starten.
1.: C:\WINDOWS
Bei welcher Windows-Installation möchten Sie sich anmelden?
Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang abzubrechen. 1_

Jetzt benötigen Sie Administratorenrechte. Um das sicherzustellen, müssen Sie das Administratorenkennwort angeben; geben Sie nichts ein, wenn kein Administratorenkennwort vergeben wurde und drücken Sie erneut die Eingabetaste.

Geben Sie das Administratorkennwort ein: _

Bootsektoren und Startdateien wiederherstellen

Geben Sie jetzt nacheinander die Befehle FIXBOOT und FIXMBR ein, um zunächst die Bootsektoren und dann den Master Boot Record wiederherzustellen. Drücken Sie nach der Eingabe des einzelnen Befehls die Eingabetaste.

Sofern alles geklappt hat, bestätigt die Reparaturkonsole die Reparatur nach einer kurzen Wartezeit. Sollte eine Fehlermeldung erscheinen, könnte der Fehler an der Festplatte liegen; sie sollten sie dann mit dem Diagnoseprogramm des Herstellers überprüfen.

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Windows 2000, Windows XP, Windows XP x64 auf einem SATA-RAID-Verbund installieren

Windows 2000, Windows XP und Windows XP x64 kennen von sich aus noch keine SATA-RAID-Treiber. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Installations-CD erstellen, mit der sich Windows auch auf einem RAID-Verbund installieren lässt.

Einstellungen vornehmen und Pakete vorbereiten

Zunächst muss der RAID-Verbund angelegt worden sein. Nach dem Einschalten des Computers müssen Sie im BIOS den RAID-Controller aktivieren und in den Controllereinstellungen den RAID-Verbund einrichten. Wie das genau geht, ist im Handbuch zum Mainboard oder auf der Herstellerwebsite erklärt.

Besorgen Sie sich als Erstes ein Packprogramm, mit dem Sie Archive öffnen können. Empfehlenswert ist hierbei 7-Zip. Installieren Sie das Programm, bevor Sie fortfahren. Besuchen Sie jetzt die Website Ihres Mainboardherstellers. In dieser Anleitung dient ein Chipsatztreiber von Nvidia als Beispiel. Wenn Sie nicht wissen, was für ein Mainboard Sie haben, kann Ihnen das Programm Lavalys Everest behilflich sein. Auf der Website von Nvidia befinden sich unten ein drei Kästen, in denen Sie den zu Ihrem Mainboard und Betriebssystem passenden Treiber auswählen müssen. Beachten Sie, dass sie einen 64 Bit-Treiber verwenden müssen, wenn Sie Windows XP x64 installieren möchten. 32 Bit-Treiber funktionieren mit diesem Betriebssystem nämlich nicht.

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Im Beispiel suchen wir den Treiber für ein Mainboard mit nForce 410-Northbridge, diese Daten können Sie auch wieder mit Everest auslesen. Klicken Sie nach der Auswahl auf Weiter, um das Treiberpaket herunterzuladen. Wenn der Download beendet ist, können Sie die in dem heruntergeladenen Archiv enthaltenen Dateien mit dem Packprogramm entpacken.

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Wenn Sie zusätzliche Programme oder Treiber in ihre Windows-CD einbinden möchten, sollten Sie diese jetzt herunterladen. Treiberarchive können wie oben beschrieben entpackt werden, die Setupdateien für Programme werden nicht geöffnet.

ISO-Builder verwenden

Laden Sie jetzt den XP-ISO-Builder von der Website winfuture.de/xpisobuilder herunter und installieren Sie das Programm.

Legen Sie Ihre Windows-CD ein und starten Sie den XP-ISO-Builder. Geben Sie zuerst an, wo sich die Windows-CD befindet und legen Sie danach fest, in welchen Ordner die Daten von der CD kopiert werden sollen.

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Mit Klick auf Weiter oben im Programmfenster gelangen Sie zur nächsten Station. In der dritten Station können Sie eine unbeaufsichtigte Installation konfigurieren, Sie müssen beim Windows-Setup dann zum Beispiel nicht mehr den CD-Key und die Regionaleinstellungen vornehmen. Arbeiten Sie sich bis zur Station 5 nach Belieben durch. Sie müssen diese Einstellungen nicht vornehmen, sie sind rein optional.

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Gerätetreiber einbinden

In den Station 6 werden die Controller-Treiber eingebunden. Diese befinden sich bei unserem Beispiel mit den Nvidia-Treibern im Unterordner IDE. Klicken Sie im ISO-Builder unten auf Hinzufügen und durchsuchen Sie den Ordner mit den extrahierten Dateien.

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Um sicherzugehen, dass nichts fehlt, fügen Sie am besten alle Treiber hinzu, die Sie aus dem Archiv extrahieren konnten. Da sowohl die Ordner MCP51 und MCP61 vorhanden sind, wurden im Beispiel gleich vier Treiber gefunden.

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Mit den Controller-Treibern sollte Windows-Setup, würde man jetzt schon die CD erstellen, die Festplatten finden und verwenden können. In Station 7 bietet der XP-ISO-Builder aber noch die Möglichkeit, weitere Gerätetreiber einzubinden. Sie können die Treiberdateien genau wie die Controllertreiber über Hinzufügen und mit der Durchsuchen-Funktion der Liste hinzufügen. Bei uns hat sich dabei die folgende Liste ergeben:

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Auf diese Weise sollten auch die restlichen aus dem Archiv extrahierten Treiber eingebunden werden. Das Ergebnis könnte dann so aussehen:

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Anschließend können ein aktuelles Service Pack, Updates und Patches hinzugefügt werden. Die Downloads finden Sie auf der Website von Microsoft über die Suche oder den Bereich „Windows-Produktfamilie“

In Station 9 können Sie Anwendungen hinzufügen, die nach der Windows-Installation installiert werden können. Wir haben in die Liste neben einem Email-Programm das .Net Framework 2 und 3 sowie die aktuellsten Versionen des Internet Explorers, des Windows Defenders und des Media Players aufgenommen.

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Das fertige Image auf CD brennen

Fahren Sie fort, bis Sie zu Station 11 gelangt sind und klicken Sie auf Integration starten, um eine ISO-Datei zu erstellen. Sobald die Datei WIN.ISO erstellt wurde, können Sie sie das Image mit DeepBurner auf CD brennen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Jetzt können Sie mit der Installation von Windows beginnen. Eine Installationsanleitung dazu finden Sie im KB-Artikel 043.