Dateien mit Free Download Manager herunterladen

Wenn Sie mit einem Webbrowser eine Datei herunterladen, muss dieser geöffnet bleiben, bis die Datei vollständig auf Ihrem Computer gespeichert wurde. Bei großen Downloads kann dies sehr unpraktisch sein und verlangt, dass der Computer mehrere Stunden nicht ausgeschaltet wird. Ein Downloadmanager kann dieses Problem lösen. Nachdem Sie die Adresse einer herunterzuladenden Datei angegeben haben, kann der Manager die Dateigröße erfassen und das Zielobjekt in Bruchstücken herunterladen. Es werden dann sogenannte Sektionen erstellt, das sind mehrere gleichgroße Anschnitte einer Datei. Der Manager lädt dann einzelne Sektionen gleichzeitig in mehreren Threads (= Aufgabenbereichen). Der Vorteil gegenüber dem Downloadmoduls eines Webbrowsers besteht jedoch darin, dass der Downloadmanager einen unterbrochenen Ladevorgang wiederaufnehmen kann, ohne von vorne beginnen zu müssen. Daher lässt sich der Downloadmanager zu jeder beliebigen Zeit ausführen und kann bei bedarf sogar gedrosselt werden, um Bandbreite für andere Zwecke freizugeben.

Verwendung mit dem Webbrowser

Sowohl Microsoft Internet Explorer als auch Mozilla Firefox können Downloadaufgaben an den Free Download Manager abgeben. Der Browsereigene Downloadmanager kommt nur noch bestätigend zum Einsatz, um etwa auszuwählen, ob man den Download eben über den Browser oder den FDM beginnen möchte.

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Für den Download lassen sich reichlich Einstellungen vornehmen. So lassen sich einzelne Downloads anhalten, unterbrechen, neu starten oder sogar planen. Das Programm bleibt trotz aller Einstellungsmöglichkeiten übersichtlich und ist nach dem Starten eines Downloads mit Klick auf Speichern trotz der vielen Möglichkeiten auch einfach bedienbar.

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Mehrere Mirrors aktiv verwenden

Wenn Sie auf einer Downloadsite mehrere Links zur selben Datei finden, spricht man von Mirrors. Mirrors können verschiedene Server sein, die denselben Inhalt anbieten, damit dieser auch bei Ausfall eines derer verfügbar ist. Man kann Mirrors aber auch dazu nutzen, dass ein Download schneller voranschreitet, das ist besonders nützlich, wenn ein einzelner Mirror keine schnelle Verbindung hat.

Auf der Website des Taiwanesischen Herstellers Realtek lässt sich die Software nur langsam herunterladen – zumindest, wenn man sich in Mitteleuropa befindet. Da Realtek auf ihrer Website mehrer Downloadlinks als Mirrors kennzeichnet, werden wir diese nutzen, um einen Treiber schneller herunterzuladen.

  • starten Sie den Download des gewünschten Programms, indem Sie entweder auf den Downloadlink eines Mirrors klicken oder die Linkadresse über das Rechtsklickmenü kopieren und über die große +-Schaltfläche im FDM hinzuzufügen
  • klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag dieses Downloads und wählen Sie die in Kontextmenü die Downloadeigenschaften (Download Properties) aus
  • wechseln Sie im erscheinenden Fenster zur Registrierkarte Mirrors
  • klicken Sie unten im Fenster auf Hinzufügen (Add)
  • Kopieren Sie in das sich öffnende Testfeld die Linkadressen aller Mirrors

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Statt der bisherigen 10 KB/s lädt Free Download Manager die Downloads mithilfe der Mirrors mit bis zu 54 KB/s herunter.

Backups auf einem Dateiserver ablegen und verschlüsseln

Um sich vor einem Datenverlust zu schützen, möchten Sie Ihre Daten getrennt von Ihrem Computer sichern. Die komfortabelste Möglichkeit dazu bietet ein anderer Computer im lokalen Netzwerk, ein Netzwerkserver, der eigens dafür verwendet wird, Dateien zu hosten und für das Netzwerk bereitzustellen. Hier erfahren Sie, wie Sie auf einem Server ein Verzeichnis so einrichten können, dass es für Sie ohne weitere Anmeldung zugänglich und für andere Benutzer gesperrt ist.

Voraussetzungen

Es wird davon ausgegangen, dass der Server mit Windows (bevorzugt Server-Ausgabe) betrieben wird.

Vorbereitungen

Auf dem Server wird das Verzeichnis angelegt, in dem Sie später Ihre Daten ablegen möchten.

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Wenn Sie den Server unter einem speziellen Server-Betriebssystem (Server-Versionen von Windows NT, 2000, 2003, 2008) betreiben, müssen Sie sicherstellen, dass die Benutzergruppe Jeder wenigstens Schreibrecht auf dem Verzeichnis hat, damit Sie es später von Ihrem Computer aus verschlüsseln können. Sie können übrigens ein benutzerlimit festlegen, das verhindert, dass mehrere Benutzer auf Ihren Ordner zugreifen. Da der Ordner später aber verschlüsselt wird, ist das nicht so wichtig.

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Wenn Sie jetzt von Ihrem Computer auf den Server zugreifen, können Sie das neue Verzeichnis sehen. Sie sollten probeweise versuchen, Dateien hier abzulegen, um sicherzustellen, dass Sie Schreibrechte haben. Erstellen Sie dann einen Unterordner, in dem Ihre Dateien abgelegt werden, zum Beispiel mit dem Name Eigene Dateien.

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Damit das Backup später automatisch erstellt und erneuert werden kann, muss das Backup-Verzeichnis als Laufwerk auf Ihrem Computer eingebunden werden. Sie können die Funktion Netzlaufwerk verbinden/zuordnen verwenden, um dies zu konfigurieren.

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(Während Sie das Netzwerk durchsuchen, kann es zu Wartezeiten kommen.)

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Im Arbeitsplatz wird jetzt das Netzwerklaufwerk angezeigt:

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Einen Ordner verschlüsseln

Wenn das bis dahin geklappt hat, kann es mit der Verschlüsselung losgehen. Laden Sie sich dazu das Programm Folder Access herunter und installieren Sie es. Nach einem Neustart von Windows kann es weitergehen. Geben Sie jetzt das Kennwort ein, dass Sie mit Folder Access nutzen möchten. Jedes Mal, wenn Folder Access gestartet wird, müssen Sie dieses Kennwort angeben. Aufgrund der starken Verschlüsselung ist es auch nicht möglich, verschlüsselte Daten wiederherzustellen, merken Sie sich das Kennwort deshalb gut.

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Klicken Sie auf Add, um einen Ordner der Verwaltung von Folder Access hinzuzufügen.

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Damit das Suchen im Netzwerk nicht zu lange dauert, können Sie jetzt auch auf das Netzlaufwerk zugreifen, das bereits verbunden ist. Wählen Sie hier den Unterordner des freigegebenen Verzeichnisses auf, im Beispiel ist das der Ordner Eigene Dateien.

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Danach zeigt Folder Access den Ordner in der Liste an; rechts wird als Status „locked“ (gesperrt) angezeigt; wenn „unlocked“ angezeigt wird, ist der Ordner unverschlüsselt.

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Wenn Sie jetzt versuchen, den Ordner am Server oder von einem anderen Computer zu öffnen, wird das Symbol der Systemsteuerung angezeigt, die nach einem Doppelklick auch geöffnet wird. Folder Access leitet die Anfrage einfach an die Systemsteuerung weiter und der Ordner kann nicht geöffnet werden.

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Backups erstellen

Solange Folder Access aber auf Ihrem Computer läuft, sorgt der Dienst LckFolderService dafür, dass das Verzeichnis für Sie zugänglich ist. Sie können jetzt Daten in diesem freigeschalteten Verzeichnis speichern, ohne dass andere Benutzer darauf Zugriff haben.

073-12Tipp: Mit dem SyncToy können Sie Backups automatisch erstellen lassen und sogar dafür sorgen, dass immer die aktuellsten Dateiversionen auf dem Netzlaufwerk gesichert werden. Wie Sie das SyncToy verwenden, erfahren Sie in “Ordner mit Microsoft SyncToy synchronisieren”.

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Ordner mit Microsoft SyncToy synchronisieren

Wenn Sie an Ihrem Computer zuhause und auf ihrer tragbaren Festplatte immer die gleichen und aktuellsten Versionen Ihrer 023-1Dateien haben möchten, könnten Sie Stunden damit verbringen, alte Dateien auszusortieren oder die Duplikate, die beim Umbenennen entstanden sind, zu löschen. Diese Arbeit sollen Ihnen Synchronisierungsprogramme wie zum Beispiel das Microsoft SyncToy aus der PowerToys-Serie abnehmen. Erstellen Sie Backups, gleichen Sie Ordner für den Gebrauch zuhause und für die Arbeit ab und behalten Sie immer nur die aktuellsten Dateien.

Ordner mit dem SyncToy synchronisieren

Falls SyncToy Dateien löscht, werden diese immer in den Papierkorb verschoben und können bei Bedarf wiederhergestellt werden.

Starten Sie SyncToy und klicken Sie für die Erstkonfiguration im erscheinenden Fenster auf Create New Folder Pair (Neues Ordnerpaar erstellen). Anschließend müssen Sie festlegen, welche beiden Ordner miteinander abgeglichen werden sollen.

Ordnerpaare festlegen

SyncToy benötigt jetzt die Information, welche beiden Ordner synchronisiert werden sollen. Zuerst wählen Sie den linken Ordner aus. Dies könnte der Ordner sein, von dem später eine Dateisicherung angelegt werden soll.
Der rechte Ordner ist der Ordner, in dem die Dateien gesichert werden sollen. Im Beispiel ist das ein Pfad auf dem Netzwerkserver.

 

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Geben Sie jetzt an, was mit den Ordnern geschehen soll. Die Funktionen haben folgende Bedeutungen:
Synchronize (Synchronisieren): Dateien in beiden Ordnern werden abgeglichen. Dateien, die im linken Ordner vorhanden sind, werden in den rechten kopiert und umgekehrt.
Echo (Wiederholen): Neue und veränderte Dateien werden von links nach rechts kopiert.
Subscribe (Überholen): Dateien im rechten Ordner werden kopiert, wenn gleichnamige Dateien bereits in linken Ordner vorhanden sind.
Contribute (Zusammenführen): Neue und aktualisierte Dateien werden von links nach rechts kopiert. Wenn Dateien umbenannt wurden, wird deren Kopie im anderen Ordner ebenfalls umbenannt. Es werden keine Dateien gelöscht.
Combine (Kombinieren): Neue und überarbeitete Dateien werden in beide Richtungen kopiert. Es werden keine Änderungen an gelöschten oder umbenannten Objekten vorgenommen.

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Nachdem Sie die Aufgabe festgelegt haben, können Sie den Vorgang starten. Klicken Sie im nachfolgenden Fenster auf Run (Ausführen).

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SyncToy analysiert die Daten, die abgeglichen werden sollen…

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… und führt anschließend den gewünschten Vorgang durch.

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023-8Wenn Dateien nicht kopiert werden konnten, wird dies während der Durchführung in einer Tabelle angezeigt. Anschließend erhalten Sie eine Zusammenfassung über die Synchronisation. Dateien, die nicht kopiert werden können, werden momentan verwendet 023-9oder haben ungültige Dateinamen (mehr als 255 Zeichen).
Die Fehler können Sie anschließend einsehen, indem Sie auf See Errors klicken.

Wenn Sie die Synchronisation zweier Ordner das erste Mal durchführen, kann dies einige Stunden in Anspruch nehmen. Bei den nachfolgenden Vorgängen werden Sie aber viel Zeit sparen, da nur die veränderten oder neuen Dateien kopiert werden müssen.

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