Putty: Zeichencodierung korrigieren
Der SSH-Client Putty ist mit Sicherheit das beliebteste Programm, um sich aus Windows heraus mit Linux-Rechnern oder -Servern zu verbinden. Da wäre nur eine Kleinigkeit: Zeichen von der Gegenseite kommen in den Normaleinstellungen oft falsch an: Umlaute werden zu merkwürdigen Sonderzeichen, die man möglicherweise unter DOS zuletzt gesehen hat; die unter Linux gern als Rahmen genutzten Ecken- und Linienelemente werden ebenfalls zu Buchstaben.
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Ursache ist eine falsch eingestellte Zeichencodierung. Die von neueren Linux-Installationen UTF8-codiert gesendeten Inhalte müssen auch wieder richtig decodiert werden. In der Normaleinstellung erledigt Putty das unter der Annahme, dass ISO-8859-1 angewandt werden muss.
Die Einstellung mit der Zeichencodierung ist Teil der Einstellungen einer Sitzung. Sie müssen also gegebenenfalls erst eine Sitzung (die besteht mindestens aus Hostname und einem Alias) speichern. Tragen Sie in Putty einen Hostnamen oder die IP-Adresse ein und geben Sie im Feld “Saved Sessions” eine Bezeichnung ein. Bei mir ist das der Eintrag für “Debian-Demo” mit der IP 192.168.0.16.
Wenn Sie Ihre “Session” erstellt haben, markieren Sie sie und klicken Sie auf “Load”. Öffnen Sie dann auf der linken Seite den Zweig Window –> Translation (Fenster –> Übersetzung/Zeichencodierung).
Legen Sie im ersten Dropdown-Feld “UTF8” fest.
Zum Speichern klicken Sie im Baum auf der linken Seite auf “Session” (Sitzung), markieren die eben geladene Session und klicken auf “Save” (speichern).
Wenn jetzt beim Zeichnen von Linien immer noch seltsame Zeichen auftauchen, sollten Sie noch einmal zu “Translation” zurückkehren und eine andere Methode zum Zeichnen der Linien wählen – etwa “Poor man’s line drawing”.

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Zeit 5. März 2012 at 14:41
[...] Nachtrag: Wie im ersten Screenshot zu sehen ist, stellt Putty die Linien fehlerhaft dar – dieses Verhalten lässt sich [...]