Die lange Nacht der Datenrettung — Daten von Festplatten retten mit Ddrescue

Ist die Oberfläche der Magnetplatten einer Festplatte erst einmal beschädigt, kann sich der Schaden theoretisch mit jeder Umdrehung weiterfressen. Mit fortschreitendem Betrieb sind dann größere Datenverluste möglich. Bleibt der Schaden unbemerkt, etwa weil die SMART-Technologie noch gar nicht unterstützt wurde (bei alten Geräten) oder weil die Festplatte als externe Festplatte in Betrieb war, können unter sich häufenden Zugriffsfehlern immer mehr Daten verloren gehen, bis sich das Betriebssystem weigert, überhaupt noch von der Festplatte zu lesen.

Folgen können das Verfallen der Partition sein. Diese lässt sich mit Werkzeugen wie Testdisk (hier gehört schon Glück dazu) zwar wiederherstellen, aufgrund des physikalischen Defekts sind weitere Verluste aber fast nie auszuschließend. Anzeichen für einen Verfall können das Verlangen des Betriebssystems sein, das Dateisystem zu korrigieren (etwa mit Checkdisk unter Windows; Scandisk unter Windows-Versionen der 9x-Linie und den DOS-basierten Vorgängern).

Zwei geöffnete PCs mit provisorsch angeschlossenen Festplatten zwecks Datenrettung.
Da die Datenrettung sehr lange dauern kann und zur Weihnachtszeit Kapazitäten für solch ein langwieriges Projekt bestanden, liefen hier sogar zwei Rechner, um verloren geglaubte Daten wieder zu bekommen. Links: Rettung einer vor 10 Jahren ausgefallenen Festplatte mit 500 MiB, rechts: mehrtägige Rettung einer 2-TiB-Festplatte mit Downloads und Mediendateien.

Eine völlig andere Art des Defekts kann eine Störung in der Festplattenelektronik sein. Die Elektronik befindet sich auf der Platine unterhalb des Festplattengehäuses (manchmal ist diese abgedeckt und somit nicht sichtbar). Eine Störung an dieser Stelle kann zu solch charakteristischen Phänomenen wie Klappern und Klopfen führen: häufig kann der Aktuator, also die Einheit, die die Schreib-Leseköpfe über den Magnetplatten positioniert, Befehle nicht mehr präzise umsetzen und springt zwischen Spindel und äußerem Rand oder sogar der Parkposition hin und her.

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Immer sicher unterwegs: Taschen und Hüllen für Notebooks und Tablets

Die etwas größeren tragbaren Computer wie Notebooks und die sich immer stärker verbreitenden Tablets lassen sich bekanntermaßen nicht so sicher mitnehmen wie zum Beispiel ein Smartphone, das auch ohne Hülle sich in der Hosentasche untergebracht werden kann. Notebooks und Tablets werden am besten in einer passenden Hülle transportiert. Die schützt die oftmals optisch ansprechenden Oberflächen, vor allem aber gewährleistet sie gerade Tablets einen guten Schutz des Displays. Doch was zählt eigentlich bei der Auswahl der Hülle?

Taschen für Laptops

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Die eigene Cloud – ownCloud auf dem eigenen Server installieren und mit Geräten verbinden

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Seit den Skandalen um abgegriffene Daten in den Vergangenen Monatenschwindet das Vertrauen zu den Cloud-Anbietern ein wenig. Vom Misstrauen betroffen sind überwiegend die Anbieter, die ihre Dienste kostenlos bereitstellen oder günstige Upgrades anbieten. Das liegt nicht einmal daran, dass wenig Geld fließt, sondern vor allem an der sich damit ergebenden hohen Nutzerzahl – das Interesse an Geheimdiensten, Kriminellen und bösartigen Individuen ist hoch, in solche Wolken vorzustoßen.

Einer der überhaupt beliebtesten Dienste, der das Ablegen von Dateien in der Cloud und eine schnelle Synchronisation mit Geräten erlaubt, ist Dropbox. Das noch an dieser Stelle: in der erst diese Woche bekanntgegeben Erklärung setzt sich Dropbox für den Schutz der Daten ihrer Nutzer ein – um jetzt keine Schwarzmalerei zu betreiben.

Das Prinzip

Das Konzept ist einfach: es gibt einen Dienst, der irgendwo da draußen auf einem Server läuft. Man kann diesen Dienst über eine Website erreichen und seine Dateien dort verwalten und sogar Anderen freigeben. Mit einem Clientprogramm holt man sich die Daten auf den PC, das Laptop, das Tablet und natürlich sogar das Spartphone. Auf Computern geht man sogar so weit, dass entweder alle in der Cloud liegenden Daten oder nur die angeforderten auf dem Gerät vorgehalten werden. So müssen sie nicht bei jedem Aufruf erst einmal heruntergeladen werden, sondern sind sofort verfügbar. Auf Mobilgeräten mit wenig Speichern werden Dateien nur auf Verlangen synchron gehalten, ansonsten erst beim Öffnen abgerufen.

Warum ownCloud?

ownCloud ist die Antwort auf die mittlerweile stark vertretenen kommerziellen Dienste. Die Macher dachten sich: wer solche Dienste nutzt, hat nicht die Hoheit über seine Daten. Genau das ist in vielen Feldern notwendig. Niemand hätte es gern, wenn Geschäftspartner Daten in der Cloud eines Drittanbieters lagerten. Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Mobilfunkanbieter würde Kundendokumente in Dropbox oder SkyDrive ablegen.

ownCloud ist als kostenlose und quelloffene Ausgabe erhältlich und damit prädestiniert für den Einsatz auf Privatservern oder Servern von Unternehmen. Für sich selbst, für die Familie und Freunde oder sogar für die Kunden kann man Daten auf einem System ablegen, über das man die volle Kontrolle hat. Zugänge, Firewalls kann der Administrator so selbst einrichten und somit sogar den Zugriff auf den Dienst einschränken, etwa nur auf Nutzer aus dem eigenen Firmennetzwerk oder beim Zugriff von außen sogar die Verwendung eines VPNs voraussetzen. Das ist schon etwas weiter gedacht, aber wir wollen jetzt erst einmal in ownCloud einsteigen.

Voraussetzungen

Um ownCloud betreiben zu können, benötigen Sie, vereinfacht gesagt, einen Platz, wo Sie PHP-Skripte laufen lassen können. Unter Umständen genügt dafür bereits ein einfacher Webspace, besser ist es aber, weil schließlich Dateien abgelegt werden sollen und das mit vielen Zugriffen einhergeht, einen Server einzusetzen. Gerade letzterer erspart Ihnen im schlimmsten Fall Ärger mit dem Webhoster. Vorübergehende Sperrungen oder die Aufforderung, ownCloud zu entfernen, kommen nämlich vor.

Prinzipiell ist ownCloud als PHP-Anwendung sowohl unter Windows, Mac als auch natürlich unter Linux lauffähig; in der Praxis wird man fast nur Linux-Installationen antreffen. Benötigt wird ein Server mit Apache 2, PHP 5 (5.3 oder höher empfohlen) und MySQL. Letzteres ist der Datenbankserver, in dem eine Datenbank angelegt werden muss, damit ownCloud die Benutzer und deren Zugriff auf Dateien zu verwalten.

Auf detaillierte Installationsanleitungen für die Dienste möchte ich an dieser Stelle verzichten, es gibt jedoch viele Anleitungen im Netz.

Benötigt wird außerdem natürlich Speicherplatz, und der sollte in Gigabyte-Dimensionen vorhanden sein. ownCloud selbst wird mit Metadaten etwa 100 MiB benötigen; das meiste wird sich jedoch durch die später darin abgelegten Daten ergeben – somit hängtes vor allem davon ab, wofür Sie ownCloud später einsetzen möchten. Das Speichern von Urlaubsfotos zwecks Teilen mit Freunden wird mit Sicherheit mehrere Gigabytes benötigen wohingegen Dokumente eher genügsam sind und hierfür wenige hundert MiB ausreichen würden.

Installation auf dem Server

Los geht’s! Wenn Sie Webspace verwenden, ist die einfachste Möglichkeit, den “Web Installer” zu nutzen. Klappt das nicht, laden Sie das komplette Archiv des ownCloud-Servers von der Website owncloud.org herunter. Ich empfehle die Auswahl des Tar- oder Zip-Archivs. Dieses können Sie nun auf Ihrem PC entpacken und die Dateien mit einem FTP-Client oder der Verbindung Ihrer Wahl auf den Server legen.

Besser aber: Wenn Sie Root-Zugriff auf den Server haben, können Sie weitaus eleganter vorgehen. Melden Sie sich per SSH-Client (etwa PuTTY) am Server an und wechseln Sie in das DocumentRoot-Verzeichnis Ihrer zukünftigen ownCloud-Installation. In meinem Beispiel liegt das unter /var/www/owncloud. Rufen Sie das Archiv direkt ab und speichern Sie es dort, das geht mit dem Befehl

https://download.owncloud.org/community/owncloud-6.0.1.tar.bz2

Download mit wget

wobei Sie den Pfad bitte dem Downloadpfad des Archivs für unixoide Systeme anpassen, diesen können Sie dem Downloaddialog auf der OwnCloud-Website entnehmen.

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